Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe - GTS

 

Leitbild der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe

Wissen macht Spaß

  • Wir wollen unserem umfassenden Bildungsauftrag nachkommen, indem wir unsere Schüler/ innen zu selbstständigem und kooperativem Arbeiten erziehen. Dabei kommt dem aktiven Begreifen der Lerninhalte eine besondere Bedeutung zu.

    Gemeinsam - nicht allein

  • An unserer Schule legen wir Wert auf die Entwicklung von Sozialkompetenzen. Gemeinsam sind wir stark.

 

Lesen macht Schule

  • Wir wünschen uns ein lesefreundliches Lernklima im Unterricht, denn lesen hilft uns, die Welt zu begreifen.

 

Augen auf - Wir achten uns und schätzen unsere Umwelt

  • An unserer Schule legen wir Wert auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

 

Sinnlich sich in seiner Welt erfahren

  • Wir legen Wert auf ein aktives Schulleben.

  • Wir sind eine Schule, in der handelnd Lernen und Begreifen durch die Umwelt und mit der Umwelt gewollt wird.

08.06.2009


 

ACHTUNG: Unser Schulprogramm wird im Zuge der Umstellung als GTS-Schule noch überarbeitet! Sobald die neue Form vorliegt stellen wir sie ins Netz!

 

Schulprogramm der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe     

 

 

Inhalt:

Vorwort zur Entstehung des Programms

1) Soziales Lernen / Gewaltprävention

2) Leseförderung

3) Umwelterziehung

4) Ästhetische Erziehung

  

Vorwort zur Entstehung des vorliegenden Schulprogramms:

Die Schwerpunkte des vorliegenden Schulprogramms wurden im Rahmen der Gesamtkonferenz vom 25.04.2005 festgelegt. Hierzu diente zunächst eine Sammlung möglicher Themen. Ursprünglich sollten drei Themen den Schwerpunkt bilden, doch in der Auswertung ergab sich dann die Ausweitung auf vier Bereiche: soziales Lernen, Leseförderung, Umwelterziehung und ästhetische Erziehung.

Zu jeder der vier thematischen Schwerpunkte wurde daraufhin eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Neben dem Kollegium hatten auch Eltern die Gelegenheit, sich bei der Erarbeitung der einzelnen Teilbereiche einzubringen. Die Arbeitsgruppen haben um Elternmitarbeit gebeten, was zum Teil auch genutzt wurde.

Während der Erarbeitungsphasen innerhalb der einzelnen Gruppen fand im Rahmen von Dienstbesprechungen und Gesamtkonferenzen immer wieder der Austausch über Zwischenergebnisse statt. So konnten Meinungsbilder erfasst und gegebenenfalls weitere Impulse gegeben werden.

Die Entwürfe der Arbeitsergebnisse wurden im Schulelternrat eingebracht und anschließend zur Abstimmung auf der Gesamtkonferenz vorgelegt.

Die Inhalte werden zum großen Teil schon langjährig umgesetzt, aber es haben sich auch einige Neuerungen ergeben, die in der kommenden Zeit erprobt, reflektiert und gegebenenfalls geändert werden müssen.

 

Zuletzt wurde das Schulprogramm im Schuljahr 08/09 evaluiert, im Schulvorstand beraten und von der Gesamtkonferenz am 08.06.2009 verabschiedet.

 

                                                            Sudweyhe, Juni 2009

 

 

1 SOZIALES LERNEN

„Die Grenzen des einzelnen enden dort,

wo die Freiheit des anderen verletzt wird.“

Maria Montessori

 

„Kinder brauchen soziale Fähigkeiten, denn über den späteren Erfolg im Leben entscheidet nicht nur das Einmaleins, sondern auch die Fähigkeit mit anderen zu leben und zu arbeiten.“ (vgl. Durach u.a., 2002: Das mach ich wieder gut! Soziale Kompetenz und Gewaltprävention an Grundschulen)

 

Arbeitshaltungen müssen erlernt werden wie das Streiten, das Wehren gegen „Angriffe“ verbaler und körperlicher Art und das Einhalten sozialer „Spielregeln“. Diese Aspekte müssen in eine nachhaltige Grundschularbeit einfließen und tragen darüber hinaus zu einer positiven Lern- und Arbeitsatmosphäre bei.

 

1.1 Schulregeln

Das Regellernen ist eine wichtige Grundlage für den Aufbau sozialer Kompetenz.

Um eine angenehme Atmosphäre zu fördern und einen geregelten Ablauf des Schulvormittags im allgemeinen Schulleben zu schaffen, müssen Absprachen getroffen und Regeln aufgestellt werden, die für alle gültig sind.

Damit diese Regeln auch die „Regeln der Schüler/innen“ sind und auf größtmögliche Akzeptanz stoßen, hat im Schuljahr 2005/2006 jede Klasse das Thema „Schulregeln“ erarbeitet, eigene Vorschläge diskutiert und eingebracht.

Diese wurden von Klassenvertretern und -vertreterinnen im Rahmen einer „Kinderkonferenz“ zusammengetragen und ausgewertet.

Hieraus hat sich die Schulordnung ergeben, die aus Gründen der Aktualität regelmäßig reflektiert bzw. überarbeitet werden muss (Schulregeln: siehe Anhang).

 

Die Schulregeln müssen allen Schüler/innen, Lehrerinnen sowie pädagogischen Mitarbeitern der Schule und auch den Eltern bekannt sein, damit sie einen „Leitfaden“ des Miteinanders darstellen können.

In jeder Klasse wurden sie besprochen und sollen regelmäßig wiederholt werden.

Die Elternschaft hat in Form eines Elternbriefes Kenntnis davon genommen.

Die Regeln allein sind allerdings noch kein Garant für ein faires, tolerantes und möglichst gewaltfreies Zusammenleben. Auch der konsequente Umgang bei Verstößen gegen die Schulregeln ist wichtig, um Grenzen zu setzen und Gewalt zu vermeiden.
Die Konsequenzen wurden im Kollegium erarbeitet. Im Vordergrund der Erarbeitung stand der unmittelbare Zusammenhang zwischen dem Verstoß und der folgenden Konsequenz.

So wie die Schulregeln müssen auch die erarbeiteten Konsequenzen regelmäßig reflektiert und gegebenenfalls überarbeitet werden. (Liste der Konsequenzen: siehe Anhang) Die letzte Überarbeitung fand auf der Kinderkonferenz am 25.09.2009  statt.

 

1.2 Der „Mitteilungskasten“

Der Mitteilungskasten, der im Bereich der Schulregeln hängt soll allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sich in Form eines Briefes oder einer kurzen Mitteilung über ihre individuellen Erlebnisse in der Schule zu äußern. Erfreuliche, aber auch negative Erfahrungen können in dieser Form übermittelt werden.

Besonders ängstlichen Kindern, die sich keiner Lehrkraft anvertrauen mögen, wird somit eine Chance eröffnet, Probleme oder Vorkommnisse auch anonym zu thematisieren.

Geleert wird der Kasten wöchentlich von Kolleginnen der Arbeitsgruppe „Soziales Lernen“. Die jeweiligen Anliegen oder Vorkommnisse werden aufgegriffen und der Umgang damit individuell besprochen.

 

 1.3 Streitschlichtung

Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 hat erstmals eine Streitschlichter-Ausbildung für eine Gruppe von Dritt- und Viertklässlern stattgefunden. Die Streitschlichter können einen weiteren Beitrag zur Gewaltprävention leisten, indem sie auf vertrauensvoller Basis zwischen Schüler/innen vermitteln.

Durch ihre Tätigkeit wird anderen Schüler/innen darüber hinaus modellhaft vorgelebt wie man konstruktiv mit Streit umgehen kann. (Weitere Ausführungen dazu liegen in Form eines Konzepts vor.)

Diese Ausbildung wird jedes Schuljahr mit einer hinzukommenden Lerngruppe durchgeführt.

 

1.4 Soziales Lernen im Verbund der Klasse

Das Zusammenleben in der Klasse bedarf nicht nur eines geregelten Ablaufs, der durch Rituale geprägt ist, sondern auch eindeutiger Regeln, die individuell an die jeweilige Klassensituation angepasst sind. Die Klasse erarbeitet ihre eigenen Regeln, die reflektiert und je nach Bedarf aktualisiert werden.

Die Anbahnung einer „Streitkultur“ wird angestrebt. Den Schüler/innen sollen Lösungswege aufzeigt werden, um Konflikte zu vermeiden bzw. & zunehmend konstruktiv und fair auszutragen.

Das Thema „Streit“ wird in allen Klassen thematisiert: spontan aus aktuellen Anlässen und durch gezielte Unterrichtseinheiten.

Fragen wie die Folgenden werden in diesem Rahmen bearbeitet:

Wie entsteht Streit?

Was kann ich selbst tun, um den Konflikt zu lösen?

An wen kann ich mich wenden?

Wie hätte ich anders reagieren können?

Wie verhalte ich mich, wenn ich auf eine Streitsituation zukomme?

 

Die gezielte Erarbeitung des Themas „Streit“ stellt auch einen Teilaspekt der curricularen Vorgaben für das Fach Sachunterricht dar: Die Kinder sollen sich in andere Lebensweisen und Formen des Denkens hineinversetzen und neue Perspektiven einnehmen können. Strategien des Konfliktlösens sollen als Basis für verantwortliches Handeln und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben kennen gelernt und angewendet werden (siehe Kerncurriculum für den Sachunterricht – Arbeitsfassung vom September 2005).

An individuellen Schwerpunkten arbeitet jedes Lehrerteam einer Klasse – vorrangig natürlich die Klassenlehrerin.

Eine ganz genaue Vorgabe inhaltlicher Schwerpunkte ist über die curricularen Vorgaben hinaus nicht geplant, da jede Klasse individuelle soziale Strukturen hat und die Inhalte gezielt ausgewählt werden müssen.

 

1.5 Soziales Lernen mit außerschulischen Partnern

Im Rahmen der Gewaltprävention führt die “Polizeipuppenbühne Oldenburg“ an unserer Schule alle zwei Jahre ein Stück für die 3./4.Klassen vor.

Zum gleichen Thema bietet die Polizei während der Schulzeit einen Selbstbehauptungskurs für alle 3.Klassen an, in dem die Schüler für das “Nein Sagen“ sensibilisiert werden.

Für das Theaterstück und den Kurs ist eine Teilnahme der Eltern am angebotenen Elternabend Voraussetzung.

 

1.6 Ausblick

  • Erfolgreich durchgeführte Unterrichtseinheiten im Bereich des sozialen Lernens können innerhalb einer pädagogischen Dienstbesprechung vorgestellt bzw. zur Diskussion gestellt werden.
  • Ein zeitlich begrenztes Angebot in Form eines „Büchertisches“ zum Thema „Soziales Lernen“ kann den Überblick über vorhandenes, austauschbares Unterrichtsmaterial erleichtern.
  • Wie bereits erwähnt, müssen die Schulregeln sowie die Konsequenzen spätestens nach vier Jahren auf ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden.
  • Ab dem Schuljahr 09/10 wird für jeden Monat eine Schulregel besonders hervorgehoben. Alle achten auf diese Regel und helfen sich gegenseitig bei ihrer Einhaltung.
  • Projekt- oder Aktionstage zum Thema „Soziales Lernen / Gewaltprävention“ wären denkbar.

·        Vom Schuljahr 2006/2007 an nimmt die Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe am „Buddy-Projekt“ teil. Dabei handelt es sich um ein Programm für soziales Lernen. Ergebnisse der damit verbundenen Fortbildung werden im Kollegium vorgetragen, reflektiert und ins Schulleben einbezogen. Die Auszeichnung für die Teilnahme am Buddy Projekt erfolgte im Sommer 2008.

  

2 LESEN

 2.1 Leseförderung

Leseförderung versteht sich heute als eine Aufgabe aller Beteiligten (Elternhaus, Kindergarten und Schule). „Zum Lesen verlocken“ und aus dem Kind einen ausdauernden und begeisterten Leser zu machen ist eine Aufgabe, die heute alle Beteiligten etwas angeht. Es geht dabei auch um eine Sensibilisierung für die Gefahren durch unkontrollierten Medienkonsum bzw. Motivation für mehr Lesekultur.

Damit Leseförderung aber erfolgreich verlaufen kann, ist es wichtig, dass die oben genannten „Institutionen“ Hand in Hand arbeiten, so dass Leseförderung für das Kind nie isoliert dasteht.

Die Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe weiß um diese Bedingungen und ist daher bemüht, ein größtmöglich vernetzendes Angebot an Leseförderaktionen in ihren Schulalltag zu integrieren.

 

 2.2 Lesen im Unterricht

„Die Grundschule führt zum genießenden, informierenden, selektiven, interpretierenden und kritischen Lesen und legt damit eine tragfähige Grundlage für weiteres Lernen, für weiteres selbstbestimmtes Lesen und eine bewusste Auswahl geeigneter Medien.“ (aus: Bildungsstandards im Fach Deutsch, S.9, 2004)

Die Erarbeitung einer angemessenen Lesetechnik, eine Entwicklung des sinnverstehenden Lesen, sowie des interpretierenden und gestaltenden Lesens sind Aufgaben des Deutschunterrichts. Andere Fächer unterstützen dieses Anliegen.

 

Bausteine für einen zielorientierten, abwechslungsreichen Leseunterricht und für ein lesefreundliches Klima im Unterricht an der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe können sein:

·        Lehrgänge mit individueller Förderung / Differenzierung mit ansprechenden Materialien und regelmäßigen Lernzielkontrollen (Klasse 1 und 2)

  • Regelmäßiges Lesetraining mit Verständniskontrollen (Klasse 3 und 4)
  • Eine einladend gestaltete Leseecke / Klassenbücherei mit:

o       Auswahl von Lesestoff in unterschiedlicher Erscheinungsform (Bücher, Zeitschriften, Lesekartei, ...) und mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad

o       Bücherkiste (z.B. zu Themen des Sachunterrichts, Religion usw.)

o       Lesekiste für den Erstleseunterricht

o       Leseübungsmaterial für den Erstunterricht

  • Feste Leseübungszeiten mit Beteiligung von „Lesemüttern“
  • Ein „Leseausweis“: Ab dem 1. Schuljahr lesen die Kinder ihren Eltern vor.
  • Ab Klasse 2 wird ein Lesefitness Training durchgeführt.
  • Lesezeiten in der Bücherei, zum Teil in Kleingruppen (mit Elternbeteiligung)
  • Mindestens eine Klassenlektüre pro Schuljahr
  • Lesezeiten am Computer (z.B. Förderprogramme)
  • Aktionen rund um das Buch (z.B. Autorenpreis, U.E. aus dem Sachunterricht)
  • Vorlesezeiten (Klassiker der Kinderliteratur werden abschnittweise von der Lehrkraft vorgelesen oder als „Wanderbuch“ kapitelweise durch die Kinder nach häuslichem Üben vorgelesen).
  • Individuelles Lesen in der Freiarbeit (Aktion: Lieblingsbuch unter dem Tisch)
  • Herstellen eigener Bücher (Einzel- / Gruppenarbeit, auch in anderen Fächern als Deutsch)

  

2.3 Schulbücherei

Seit Herbst 2003 wird die Einrichtung als reine Schülerbücherei geführt. Sie besteht aus zwei Räumen, die sich im Nachbargebäude befinden und wird von mehreren Elternteilen ehrenamtlich geleitet. Jede Woche übernehmen zwei Elternteile den Ausleihdienst. Das Ausleihen erfolgt klassenweise. Jeden Mittwoch, zu festgelegten Zeiten, können die Schüler selbstständig die Bücherei aufsuchen, sich beraten lassen, um dann ein Buch auszuwählen. Die Ausleihzeit beträgt normalerweise eine Woche.

An den übrigen Wochentagen findet keine Ausleihe statt. Jedoch kann jede Lehrkraft nach Bedarf (und entsprechender Notiz) zu jeder Zeit die Bücherei mit ihrer Klasse aufsuchen und nutzen.

Es werden hauptsächlich angeboten:

  • Sachbücher
  • Bücher für den Erstleselehrgang
  • Kinderkrimis
  • Unterhaltungsliteratur für Kinder bis 12 Jahre
  • Comics

 

Während Taschenbücher, CD`s und MC`s nicht in das Sortiment mit aufgenommen wurden, stehen „Buchrenner“ wie z.B. „Die wilden Kerle“, „Hexe Lilli“, „Lucky Luke“ oder „Asterix“ mehrfach zur Verfügung Somit werden möglichst die Kinderwünsche für die Ausstattung berücksichtigt.

Aufgestockt wird der Buchbestand jeweils nach Erhalt des Gemeindezuschusses (1x jährlich).

Sehr beliebt sind die „Bücherkisten“. Hierbei stellen die diensthabenden Elternteile auf Wunsch Bücher zu einem bestimmten Sachthema zusammen, sammeln sie in einer Kiste und überlassen diese der jeweiligen Klasse. Zum Teil werden hierfür auch Bücher aus anderen Schulbüchereien bezogen.

  

2.4 Die Bücherwürmer

Die Kinder aus den dritten und vierten Klassen, die sich zur Arbeitsgemeinschaft „Die Bücherwürmer“ gruppieren, arbeiten mit Büchern und für Bücher. Sie nutzen und gestalten unsere Schulbücherei, das „Land der Bücherwürmer“.

Die Ergebnisse ihrer Aktivitäten stellen die „Bücherwürmer“ anderen Kindern (und Eltern) zur Verfügung.

Folgende Aufgabenschwerpunkte hat die AG:

  • Das Lesen von Texten (einzeln oder gemeinsam, still oder vorgelesen)                                            
  • Texte gegenseitig Vortragen, Ausgestalten in Rollenspielen, Gespräche über Inhalte, Darstellung eines Buches.
  • Das Vorlesen von Texten, da regelmäßig Vorleseaktionen und Vorlesewettbewerbe in der Schule stattfinden.
  • Wenn im Rahmen von Schulaktivitäten (Feiern, Schaukasten zur Dekoration in der Pausenhalle) Texte benötigt werden, arbeiten die „Bücherwürmer“ hier besonders produktiv mit.
  • Die Kinder schreiben ihre Buchbeurteilungen für die anderen Schulkinder auf, und so entstehen Plakate mit „Lesetipps“.
  • Darüber hinausgehend bemüht sich die leitende Lehrkraft der AG um regelmäßige Kontakte zur örtlichen Buchhandlung, um zum Beispiel Leseexemplare (Neuerscheinungen auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt) für die Kinder zu beschaffen. Diese dann für die Verlage zu „rezensieren“, stellt eine besondere Herausforderung dar.
  • Ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich der AG (Lehrkraft wie Kinder) ist der ständige Kontakt zu den Büchereieltern, weil die Verwaltung der Bücherei und ihres Geldetats, die Ausleihe, die Neuanschaffungen, Einsortierung, Katalogisierung der Bücherbestände sowie die angenehme Leseraumgestaltung im „Land der Bücherwürmer“ eine gemeinsame Aufgabe von Kindern, Lehrern und Eltern an dieser Schule ist.

Die Kinder machen in der AG die Erfahrung, dass Lesespaß und Lesekultur sich nicht nur im Konsum von Büchern erschöpft.

Für neue Ideen und Anregungen, die in die Bereiche Lesen fallen, ist die Leiterin der Bücherwurm-AG der erste Ansprechpartner.

 

 

2.5 Lesepausen

Seit dem 1. Februar 2009 gibt es eine Kooperation zwischen dem Sozialverband Weyhe ( Gut tun macht Schule) und der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe. Durch eine Ausweitung der Kooperation ist es wünschenswert Mitglieder des Sozialver-bandes zum Vorlesen in der Weihnachtszeit zu gewinnen.

In der Weihnachtszeit finden nach Möglichkeit für interessierte Kinder einmal in der Woche in der 1.großen Pause Vorleseaktionen statt. In den kleinen Pausen oder auch „Pausen“ während des Unterrichts (wenn ein Kind seine Aufgaben erledigt hat und Wartezeit überbrücken muss) stehen in jedem Klassenraum Bücher in einer kleinen Klassenbibliothek zur Verfügung.

 

 2.6 Vorlesewettbewerbe

Die Teilnahme der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe am „Plattdeutschen Vorlese- wettbewerb“ hat schon eine jahrelange Tradition. Alle zwei Jahre veranstaltet die Kreissparkasse einen Wettbewerb „Schoolkinner leest Platt“ für die dritten und vierten Klassen. Dabei ist das Ziel, während der Grundschulzeit die Kinder auf das „Pattdeutsche“ neugierig zu machen und sie damit etwas vertrauter werden zu lassen. Motivation zur Beschäftigung mit dem Plattdeutschen wird über die Teilnahme am Wettbewerb geschaffen. Lesetexte werden von der Sparkasse zur Verfügung gestellt. Texte, die in der Familie zur Verfügung stehen, sind ebenfalls erlaubt. Es werden in den Klassen Entscheide darüber ausgetragen, wer Klassensieger wird. Hierfür wird in den Klassen geübt. Zum Schluss findet ein Schulwettbewerb aller Klassensieger statt, bei dem die Schulsieger ermittelt werden. Die jeweiligen Sieger der dritten und vierten Klassen dürfen am Kreisentscheid teilnehmen.

Seit einigen Jahren nimmt die Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe am Wettbewerb des Leselöwen-Verlages in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Gemeindebücherei und dem örtlichen Buchhandel teil. Zunächst werden in den 3. Klassen die Klassensieger ermittelt. Die Klassensieger treten dann in dem Schulwettbewerb in der Pausenhalle gegeneinander an. Zuschauer sind die Kinder der zweiten Klassen, die so schon motiviert werden für die eigene Teilnahme im nächsten Jahr. In der Gemeinde Weyhe wird in einem Wettbewerb unter den Schulsiegern aller Weyher Grundschulen ein Sieger oder Siegerin ermittelt.

Im Rahmen der Schulöffentlichkeit werden die Sieger gewürdigt.

 

2.7 Vorleseaktion im Kindergarten

Jede zweite Woche haben in der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe Kinder die Möglichkeit, im nahe gelegenen Kindergarten ein Buch oder einen Text ihrer Wahl vorzulesen.

Dies ist vorrangig Dritt- und Viertklässlern vorbehalten, jedoch gab es auch schon zahlreiche Schüler und Schülerinnen aus der zweiten Klasse, die stolz ihr Können präsentierten. Das Vorlesen eigens ausgewählter Texte und Lieblingsbücher ist für beide Seiten gewinnbringend.

 

 2.8 Büchertipps

Zur kritischen Auseinandersetzung mit den gelesenen Büchern sind von den Kindern selbst verfasste Büchertipps wichtig. Hierfür hängt in der Pausenhalle ein großes rotes Plakat, auf dem jedes Kind seine Bücherempfehlungen anbringen kann.

In der Schülerbücherei soll ein Ordner angelegt werden mit Büchertipps der Kinder zu den dort vorhandenen Büchern. Die Büchertipps können im Rahmen des Deutschunterrichts entstehen und aus der Bücherwurm AG kommen. Die Bücherwurm AG hat einen Vordruck entwickelt, der ausgefüllt werden kann.

 

2.9 Lesenächte

Um den Umgang mit Büchern und damit das Lesen schulisch zusätzlich reizvoll zu gestalten, führen viele Lehrerinnen an unserer Schule mit ihren Klassen ab dem zweiten Schuljahr Lesenächte durch. Vor einer Lesenacht wird mit den Kindern ein Programm rund um das Lesen ausgearbeitet, und es wird auf einem Elternabend mit Eltern die organisatorische Durchführung besprochen.

 

2.10 Besondere Aktionen „Rund um das Buch“

Unsere ersten Aktionstage „Rund um das Buch“ fanden für die gesamte Schule im April 2004 statt.

 

Solche Schulprojekttage sollen regelmäßig stattfinden.

 

Im April 2008 fanden anlässlich der Namensgebungsfeier Projekttage rund um den Schriftsteller Paul Maar statt.

 

   

3 Umwelterziehung

 Die Schülerinnen und Schüler sollen die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen von Mensch und Natur erkennen. Sie sollen die Auswirkungen und Veränderungen menschlichen Eingreifens in die Natur sehen und eine von Achtsamkeit, Verantwortung und Toleranz geprägte Haltung entwickeln.

Mit Hilfe der gewonnenen Fähigkeiten sollen sich die Kinder zunehmend selbständig und sachkompetent in der Welt orientieren, sie verstehen und kreativ und verantwortungsvoll handeln (siehe Kerncurriculum für den Sachunterricht – Arbeitsfassung vom September 2005).

 

Um diese Ziele in der Grundschule zu erreichen müssen grundlegende Kenntnisse in folgenden Bereichen erworben werden:

 

  • Gesunde Lebensführung
  • Flora und Fauna aus der Umgebung
  • Naturphänomene aus der Lebenswelt der Kinder
  • wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Lebewesen und Lebensraum
  • natürliche Gesetzmäßigkeiten

 

Es ist wichtig, dass die Schüler handlungsorientiert arbeiten, ihre Wahrnehmungsfähigkeit schulen, Erfahrungen sammeln, prozessorientiertes und problemlösendes Denken erlernen und über Inhalte und Werte reflektieren.

 

 

3.1 Umsetzung an der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe

-         Klassenübergreifende Aktionen:

 

3.1.1 Schulgelände

Der Schulhof wurde in ein naturnahes Gelände mit „Grünem Klassenzimmer“, Schulgarten und unterschiedlichen Spiel- und Ruhezonen umgestaltet.

Hier können die Kinder ihre sensorischen und psychomotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten schulen. Sie lernen heimische Pflanzen kennen und können Vögel und Insekten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

 

An unserer Schule wurde ein sogenannter „Ordnungsdienst“ eingerichtet, der in den beiden großen Pausen den Schulhof von eventuell liegen gebliebenen Müll und Flaschen befreit. Dieser Dienst wird von Schülern des 2. bis 4. Jahrgangs übernommen. Jede Woche ist eine andere Klasse für diesen Dienst verantwortlich, der von unserem Hausmeister betreut wird.

Die Schüler können durch diesen Einsatz ein Verantwortungsgefühl und Achtung für unseren Lebensraum erlangen.

 

Langfristige Planung:

Die Kosten der Schulhofpflege des umgestalteten Geländes übernimmt z.Zt. der Förderverein. Damit die Kinder in die Erhaltung des umgestalteten Geländes besser einbezogen werden, soll eine Pflege auch durch wechselnde Klassen übernommen werden.

 

Viele Bäume und Sträucher des Schulhofes sollen gemeinsam mit den Kindern bestimmt und in geeigneter Form in der Pausenhalle ausgestellt werden.

 

3.1.2 Tiere in der Schule

 

Die Kinder haben täglich die Möglichkeit, Vögel und Fische in unserer Voliere bzw. unserem Aquarium zu beobachten und dabei Kenntnisse über die Lebensweise und Entwicklung der Tiere zu sammeln. Sie können zusätzlich mithilfe der Bestimmungstafel lernen, einzelne Vögel zuzuordnen. Informationen über deren Pflege und Haltung erhalten sie von unserem Hausmeister, der auch ausführlich alle Fragen der Kinder beantwortet.

 

 

3.1.3 Mülltrennung

In der Schule werden Druckerpatronen und Batterien an zentraler Stelle gesammelt.

Der Förderverein führt regelmäßig Altpapiersammlungen durch.

In allen Klassen / Räumen wird die Mülltrennung in Altpapier, Gelben Sack, Biomüll und Restmüll durchgeführt. Dazu stehen auf den Fluren insgesamt vier Müllstationen für Altpapier und Verbundstoffe zur Verfügung.

 

 

3.1.4 Bewusster Umgang mit Energie

Die Schüler sollen jederzeit dafür sensibilisiert werden, wie Energie und Wasser gespart werden können. Zum Beispiel durch die Benutzung von wieder verwendbaren Behältnissen (Müllvermeidung), durch sparsamen Umgang mit Strom und Wasser (Energieeinsparung) oder durch Verwendung von umweltfreundlichen Materialien (wenig Plastikmaterial, Altpapier ...).

  

 

3.1.5 Schulweg

Im Schuljahr 2005/06 wurden bereits zwei Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ durchgeführt. Durch diese Aktion sollen die Schüler motiviert werden, ihren Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dieses hat vielfältige Vorteile (die Schüler haben Bewegung, die geistige Aufnahmefähigkeit wird verbessert, die Wahrnehmung der Umwelt wird intensiviert, der Autoverkehr wird verringert).

In Sudweyhe wurden an mehreren Stellen Haltestellen für den „Schulexpress“ eingerichtet, wo die Schüler sich treffen und gemeinsam zur Schule gehen können.

Während der Durchführung der Radfahrprüfung werden die Fahrräder der Kinder von der Polizei auf ihre Verkehrssicherheit überprüft.

Langfristige Planung:

Damit diese Aktion langfristig Erfolge erzielt, sollte es zukünftig in den neu eingeschulten ersten Klassen einen Aktionstag hierzu geben.

 

 

3.1.6 Arbeitsgemeinschaft „Schulgarten“

Seit Jahren wird an dieser Schule für Kinder der dritten und vierten Klassen in jedem Schulhalbjahr die Arbeitsgemeinschaft „Schulgarten“ angeboten. Die Schüler lernen hier in Theorie und Praxis ihre Umwelt / Natur kennen, z. B. das Aussähen und Bepflanzen, die Pflege eines Beetes, den Umgang mit Arbeitsgeräten, welche Tiere sind Nützlinge / Schädlinge, Tierspuren ...

 

3.1.7 Umweltschule

Zum ersten Mal hat unsere Schule am Projekt “Umweltschule in Europa“ teilgenommen. Die Auszeichnung zur Umweltschule erfolgte im Sommer 2008. Ein erneuter Antrag ist für den Projektzeitraum 2008 – 2010 gestellt.

 

 

3.2 Umsetzung an der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe

- Vorschläge für den Unterricht

Die Umwelterziehung hat wenig mit spektakulären Einzelprojekten zu tun. Sie kann nicht als isolierter Lernbereich gesehen werden, sondern ist ein umfassender fächerübergreifender Erziehungsauftrag. Er wird dennoch vor allem im Fach Sachunterricht thematisiert.

3.2.1 Vorschläge für das erste und zweite Schuljahr

  • Müllanfall und Müllbeseitigung
  • Mein Schulweg
  • Wir halten und pflegen Pflanzen
  • Wir lernen Tiere und den angemessenen Umgang mit ihnen kennen
  • Wir beobachten das Wetter

  

3.2.2 Vorschläge für das dritte und vierte Schuljahr

  • Wasserversorgung / Abwasserbeseitigung
  • Unser Wohnort und seine nähere Umgebung
  • Freizeiteinrichtungen / Naherholungsgebiete
  • Wir lernen Tiere und den angemessenen Umgang mit ihnen kennen
  • Wir halten und pflegen Pflanzen
  • Wir halten und pflegen Tiere
  • Wir vergleichen und gruppieren Tiere und Pflanzen
  • Wir lernen Möglichkeiten der Vermehrung von Pflanzen und Tieren kennen und beobachten und beschreiben deren Wachstum und Entwicklung 
  • richtiger Umgang mit elektrischem Strom
  • Luft / Wasser hat Kraft

 

 

 

4 Ästhetische Erziehung

„Gegenstand der musisch-ästhetischen Erziehung [ist] das Lernen des ästhetischen Wahrnehmens von all dem und des Reagierens auf all das, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen“ (Aissen-Crewett 2000, S. 189).

Der Begriff der „Ästhetik“ ist definiert als „Lehre vom Schönen“ oder auch als „Schönheitssinn“.

Warum ist unter anderem dieser Bereich wichtig

für die Arbeit in der Grundschule?

In der heutigen – schnelllebigen - Zeit müssen schon Grundschulkinder Mengen an Informationen verarbeiten. Von daher ist besonders in der Schule darauf zu achten, eine gewisse Balance zwischen kognitiver und affektiver Ebene herzustellen.

 

Gestaltungsaufgaben bieten den Schüler/innen die Möglichkeit, ihre Kreativität zu entdecken. In fast allen Fachbereichen der Grundschule bieten sich gestalterische Aufgaben an und der Wert der dahinter steckenden pädagogischen Arbeit hat für die Entwicklung der Kinder einen besonders hohen Stellenwert.

Ästhetische Erziehung bahnt sich über verschiedene Wahrnehmungsbereiche an wie das Hören, Sehen und Fühlen. Durch das Erproben, Sprechen, Darstellen, Improvisieren und Gestalten werden die sinnlichen Erfahrungen zum Ausdruck gebracht. Im Anschluss erfolgt die kognitive Verarbeitung durch die Reflexion des Erlebten oder Erprobten.

Erprobung und kreatives Schaffen verlangen den Schüler/innen aber auch ein gewisses Maß an Mühe und Anstrengungsbereitschaft ab. Wenn etwas besonders schön und ansprechend werden soll, dann ist Einsatz gefordert. Gerade Aufgaben des kreativen Gestaltens und Erprobens stellen eine besondere Motivation dar, die die Eigeninitiative fördern. Dazu müssen die Schüler/innen entsprechende Spielräume erhalten.

 

Fachlich sind in der ästhetischen Erziehung vor allem die Bereiche Kunst, Gestaltendes Werken, Textil, Musik und Sport von Bedeutung.

Aber auch der Deutschunterricht leistet vielfältige Beiträge ästhetischer Erziehung (Gedichte, Rollenspiele,…). So hat beispielsweise die Leseerziehung (siehe Schulprogramm „Lesen“) Berührungspunkte mit der ästhetischen Erziehung, indem Texte wie Geschichten oder Gedichte sinngestaltend vorgetragen werden.

Dies findet im Fachunterricht statt, aber auch in Kooperation mit dem Kindergarten, wenn Grundschulkinder Texte vorbereiten und dort vortragen oder während der Vorlesepausen in der Vorweihnachtszeit.

Seit Februar 2009 ist das Angebot an AGs durch die Kooperation mit dem Sozialverband um die AG Handarbeiten, AG Plattdeutsch und AG Line-Dance erweitert worden. Eine AG Schach soll im Schuljahr 09/10 angeboten werden.

Auch in der Hochbegabtenförderung wird der Aspekt der ästhetischen Erziehung einbezogen: Es finden beispielsweise Angebote wie Naturforschung, Lese- und Schreibwerkstatt statt.

 

4.1 Kunst / Textil / gestaltendes Werken

Im Fach Kunst erlernen die Kinder den Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken. Das Spektrum der Möglichkeiten erstreckt sich über thematisch gebundene Gestaltungsaufgaben bis hin zu freieren, experimentellen Aufgaben.

So entwickeln sich vielfältige Spielräume schöpferischer Entfaltung.

 

Die Kinder lernen darüber hinaus auch das Reflektieren indem sie auf Ergebnisse anderer eingehen, sie vergleichen, sich voneinander abgrenzen, Besonderheiten hervorheben oder auch ihre Produktionswege bzw. –gedanken schildern sollen. Eigene Kunstwerke und auch die Kunstwerke anderer Schüler/innen wollen und sollen gewürdigt und anerkannt werden.

Über den Fachunterricht hinaus wird an der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe Wert darauf gelegt, weitere vielfältige Aktionen und Angebote künstlerischen Gestaltens und Erfahrens zu eröffnen:

·         Für künstlerisch interessierte Dritt- und Viertklässler besteht das Angebot einer Kunst-AG.

·         In der Werk-AG werden unter anderem Musikinstrumente hergestellt. Dies ist ein Beispiel für fächerübergreifende Arbeit in den Bereichen Werken, Musik und Kunst.

·         Die vorhandenen Schaukästen dienen ebenso wie die Flure als „Ausstellungsort“ für die mühevoll und fantasievoll gestalteten Objekte. Die Ergebnisse der Kinder sollen unter anderem in diesem Rahmen gewürdigt werden.

·         Die Fachlehrerinnen tauschen Ideen und Informationen aus Kunst-Fortbildungen unter anderem im Rahmen der Fachkonferenz Kunst aus. Hierbei wird Wert darauf gelegt, dass theoretische Einweisungen stattfinden, aber auch praktische Übungen dazu anregen, neue Techniken selbst zu erproben (Drucktechniken, Einführung in die Technik des Filzens, Herstellen von Kleisterpapier, etc.).
Darüber hinaus besucht das Kollegium ausgewählte Kunst-Ausstellungen (z. B. in der Kunsthalle Bremen) und nimmt an Fortbildungsangeboten teil.

·        Die Kunsthalle Bremen bietet auch künstlerische Angebote für Kinder an. Diese wurden bereits von einzelnen Klassen erprobt und weiterempfohlen.

·         Die Teilnahme an Malwettbewerben bietet sich gelegentlich an und wird gern genutzt.

4.2 Musik

Die Ausbildung der musikalischen Kompetenzen der Kinder soll auf den Vorerfahrungen und den Fähigkeiten der Schüler/innen basieren, die keinen einheitlichen, sondern einen differenzierten Kompetenzerwerb ermöglichen. Im Fach Musik setzen sich die Schüler/innen im produktiven Umgang mit ästhetischen Objekten in unterschiedlichen Bereichen auseinander.

Ihre gestalterischen Kräfte sowie ihre Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit sollen im Fach Musik entwickelt und gefördert werden. Im Unterricht wird darauf geachtet, dass Freude am Singen und Musizieren geweckt und weiterentwickelt wird. Musikalische Fähigkeiten, wie Hören und Singen, Bewegung in Verbindung mit Musik und Spielen auf Instrumenten sollen von den Kindern erworben werden.

Erstmals wurde im Schuljahr 09/09 ein gemeinsames Musikprojekt mit den Bremer Philharmonikern zum „Karneval der Tiere“ durchgeführt.

 

 Im Jahr 2002 wurde der Schulchor KIDS-Chor als neues Angebot der Grundschule ins Leben gerufen. Dienstags in der sechsten Stunde treffen sich ca. 40 Kinder, um zu singen, sich mit Musik auseinanderzusetzen, Stimmübungen zu machen oder einfach zur Musik zu tanzen. Singen ist das grundlegendste Merkmal des Musiklernens. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang, also der Bewegung als Reaktion auf Musik nachkommen dürfen.

In der Chorstunde werden jahreszeitliche und themenbezogene Lieder, so wie Quatsch- und Spaßlieder für Aufführungen oder einfach aus Spaß am Singen gemeinschaftlich erprobt.

Alle Kinder haben gerne in Minimusicals mitgearbeitet, indem sie Kostüme bastelten, Rollen auswendig lernten und die Requisiten herstellten. Immer wieder ist die Aufführung der erprobten Lieder ein besonderer Höhepunkt für die Chorkinder. (Schulfeste, Einschulungsfeiern etc.: siehe Punkt 4.4 )

Im Chor werden den Kindern neben der Freude am Singen, Bewegen und Zuhören folgende Ziele prozesshaft nahe gebracht:

  • Singen nach Melodien
  • Rhythmus halten
  • Singen in angemessener Artikulation
  • ausdrucksvolles Singen
  • ein Repertoire von Liedern auswendig vorsingen können
  • Singen von Kanons und leichten mehrstimmigen Liedern

·         Bewegen zur Musik

Erstmals nahm der Kids Chor im Schuljahr 07/08 an einem Wettbewerb von Kinderchören teil.

 

Es werden immer wieder Musical-AGs angeboten. So können sich die Kinder je nach ihrem Interesse in die Kostüm- und Bühnenbildgruppe oder Schauspielergruppe einteilen lassen. In wichtigen Handlungen werden alle Akteure eingebunden. Zuletzt wurden folgende Musicals mit Erfolg aufgeführt:

  • „Dschungelbuch“
  • „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“
  • „Als die Tiere die Schimpfwörter Leid hatten“.

 

4.3 Sport

Die Freude bringt alles in Bewegung, was im Menschen ist.

(Goethe)

Durch vielfältige Spiel- und Bewegungsangebote im Sportunterricht der Grundschule sollen Kinder vorrangig Freude an Bewegung und Spiel erleben und ihr natürliches Bewegungsverlangen stillen können. Bewegungs- und Spielaktivitäten fördern nicht nur die Lernbereitschaft im motorischen Bereich, sondern sind ebenso grundlegend für die Entwicklung sozialer, emotionaler und kognitiver Kompetenzen.

 

Spiel- und Bewegungshandlungen haben auch immer gestaltende und rhythmische, oft sogar musische Anteile, so dass das Fach Sport fachübergreifende Qualitäten aufweist und als eine Komponente der Ästhetischen Erziehung zu verstehen ist:

 „[ …] Ästhetische Erziehung kombiniert Kunst/Musik/Sport als Fächer der Allgemeinbildung und bezieht sich auf Spiel und Sprache als zusammenfassende und vermittelnde Ausdrucks- und Verhaltensformen.“ (K. Matthies, 1992)

 

Im Verlauf der Grundschulzeit gewinnen die Kinder zunehmend an Bewegungssicherheit und –erfahrung, so dass im Sportunterricht vielfältige Körpererfahrungen gesammelt und grundlegende Bewegungsfertigkeiten für möglichst viele Sportarten erlernt werden können.

 

Sportangebote an der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe umfassen daher sowohl „traditionelle“ Angebote, in denen die Vermittlung und Erprobung spezifischer Sportarten im Vordergrund stehen, als auch Bewegungsangebote, die die reine Freude am Spiel, an der Bewegung und an körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten in den Mittelpunkt stellen.

Eine Reihe an sportlichen Festen und Aktivitäten finden an der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe regelmäßig im Lauf des Schuljahres statt. Dazu zählen:

  • die Bundesjugendspiele für die 2../ 3. / 4. Klassen,
  • das Spielefest für die 1. Klassen,
  • die Teilnahme an den regionalen Bestenwettkämpfen im Bereich Leichtathletik,
  • die Teilnahme an schulübergreifenden Korbball- und Fußballturnieren,,
  • die „Tage des großen Trampolins“, an denen jede Klasse eine Einführung in das Springen auf dem Trampolin erhält,
  • Tanz- oder Turnangebote für alle Schüler am Tag der Faschingsfeier,
  • Akrobatik- und Tanzvorführungen sowie Spiel- und Bewegungsangebote (Lebendiger Fußball, Schulhof-Rallye, Schwungtuch-Spiele, …) auf Schulfesten.
  • Im Rahmen halbjährlicher Arbeitsgemeinschaften für die 3. und 4. Klassen werden den Schülern wechselnde Sport- und Bewegungsangebote zur Auswahl gestellt (z.B. Geräteturnen, Fußball, Spielen und Bewegen, Tanzen). 

 

 

4.4 Ästhetische Erziehung im allgemeinen Schulleben

Nicht nur der Fachunterricht leistet seinen Beitrag zur ästhetischen Erziehung. Viele Angebote sowie übergeordnete Aktionen haben an der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe Tradition und sind ein fester Bestandteil des Schullebens:

·         Um dem kindlichen Bedürfnis nach Spiel und Bewegung täglich gerecht zu werden, haben die Schüler/innen in jeder großen Pause die Möglichkeit, eine Vielzahl an Spielgeräten auszuleihen. Die Ausleihe aus den so genannten „Spieletonnen“ wird von den Schüler/innen der 4. Klassen selbstständig organisiert.

·         Bei der Umgestaltung des Schulhofes wurde darauf geachtet, den Kindern ein naturnahes Gelände zu erschaffen, das zum Bewegen anregt und somit grundlegende Bewegungserfahrungen ermöglicht.

·         Nicht nur im Musikunterricht wird in den Klassen gesungen und getanzt, sondern auch zur Begrüßung oder zu Geburtstagsfesten etc.

·         Darbietungen des Schulchors oder einzelner Klassen tragen zur Gestaltung der Einschulungsfeiern bei. (Lieder, kurze Theaterstücke, Musical-Aufführungen)

·         Auf Sommer- oder Schulfesten werden immer auch speziell eingeübte Darbietungen gezeigt sowie Angebote aus den Bereichen der ästhetischen Erziehung geplant (Tanzvorführungen, Akrobatikvorführungen, Spiele oder Übungen zur Sinneswahrnehmung, …)

·         Gemeinsame Ausflüge aller Klassen stärken das Wir-Gefühl und bieten oftmals Berührungspunkte mit dem vielseitigen Spektrum der ästhetischen Erziehung: Besuch des Sinnesparks in Bremervörde, Fahrt mit der Museumseisenbahn nach Bruchhausen-Vilsen, Besuch des Universum, Ausflug in den Vogelpark Walsrode.

·         Neben den Schulausflügen führen alle Klassen in der Vorweihnachtszeit Theaterfahrten durch. Die Schüler/innen werden inhaltlich auf die Stücke vorbereitet und hinterher findet in der Regel eine Reflexion statt.

·         Traditionell führt das Elterntheater Sudweyhe an unserer Schule Theaterstücke auf.

·         Die Schule soll von den Kindern nicht nur als Lern-, sondern auch als Lebensort verstanden werden. Daher ist es auch wichtig, die Kinder ganz bewusst an der Gestaltung „ihrer Schule“ arbeiten zu lassen. Dazu gehört beispielsweise der „Basteltag“ in der Vorweihnachtszeit. An diesem Tag gestalten alle Klassen etwas, um die Schule schön zu schmücken. Das Erlebnis, dass alle Kinder und Lehrerinnen etwas zur Schulgestaltung beitragen, wirkt sehr intensiv und nachhaltig: Die Kinder erfahren, zu was sie – wenn alle mitmachen – in der Lage sind und welche Vielfalt entstehen kann.

·         Ein großes Treffen aller Schüler/innen und Lehrerinnen der Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe stellt die alljährliche Weihnachtsfeier der Schule dar. Für diese Feier proben viele Gruppen etwas ein und auch das Kollegium gestaltet einen Programmpunkt.

·         Auf dem alljährlichen Faschingsfest finden neben Aktionen in der Klasse auch übergreifende Angebote statt, die zu den Bereichen Musik und Bewegung gehören.

·         Zur Verabschiedung der 4. Klassen finden ebenso wie zu den Einschulungsfeiern Aufführungen sehr unterschiedlicher Art statt.

·         Das so genannte „Freitagsforum“ soll eine besondere Form der Würdigung unterrichtlicher Ergebnisse darstellen und wird seit Frühjahr 2006 durchgeführt:
Die Schüler/innen der 1. und 2. Klassen sowie die Schüler/innen der 3. und 4. Klassen treffen sich jeweils alle zwei Monate für maximal eine Schulstunde in der Pausenhalle. Dort können Lieder, Tänze, Gedichte, etc. vorgetragen werden.

·         Kooperation Kreismusikschule: Seit dem Schuljahr 2006/2007 finden Angebote zum Erlernen eines Musikinstrumentes statt. Das bisherige Angebot beinhaltet einen Gitarrenkurs und einen Keyboardkurs und seit 2008 auch einen Flötenkurs.

·         Darüber hinaus wird eine ständige Kooperation mit dem Verein „Sprachlos e.V.“ zur Sensibilisierung im Bereich sexueller Missbrauch angestrebt.

 

4.5 Ausblick

Neben den bereits aufgeführten Inhalten und Aktivitäten besteht der Wunsch, dem Bereich der ästhetischen Erziehung noch mehr Raum zu geben.

Bei der Planung und Durchführung von Projektwochen soll auf Elemente der  ästhetischen Erziehung weiterhin Wert gelegt werden. Das

Zirkus-Projekt

im Mai 2006 hat großen Anklang bei den Kindern, Lehrerinnen und Eltern gefunden und soll als regelmäßige Schulveranstaltung alle vier Jahre wiederholt werden.

Paul-Maar-Grundschule Sudweyhe  |  sekretariat@gs-sudweyhe.de / 04203 - 9906